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EU verhängten Kartellstrafen gegen VW-Konzern und BMW – Daimler bleibt als „Kronzeuge“ schadlos

Von Wilhelm Lachmair | |   Dieselskandal

Die EU-Kommission hat wegen verbotener Absprachen über die technische Ausstattung der Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen erhebliche Kartellstrafen gegen den VW-Konzern und BMW verhängt. Die Wolfsburger Konzernherren müssen 502.000.000 EUR zahlen, BMW trifft es mit 373.000.000 EUR. Besonders bitter: Die Münchner bekommen als einzige keinen Rabatt, auch VW profitiert mindestens teilweise von der Kronzeugenregelung.

Dahinter steckt mal wieder ein „Deal“. Nach außen geht es unter anderem um die Größe der AdBlue-Tanks. Weitere Vorwürfe wurden fallen gelassen. Was immer man daraus auch folgert: Die Sache wirft ein Schlaglicht auf die Gebräuche einer Branche, der die Umwelt anscheinend vollkommen egal war und möglicherweise immer noch ist. So ist nun offenkundig, dass man versucht hat, Partikelfilter von Benzinmotoren möglichst lange zu verhindern, obwohl gerade bei modernen Motoren die deswegen freigesetzten Teilchen besonders klein und deshalb auch besonders giftig sind. Sie können über die Lungenbläschen in den Blutkreislauf gelangen, mit bislang unbekannten Folgen.

Vor diesem Hintergrund weiß man nicht, wo man sich über das Ergebnis freuen oder ärgern kann. Dass sich die Branche jetzt bzw. jedes Mal, wenn sie wieder einmal erwischt wird, zum Besseeren wendet, glaubt wohl nur der BGH.

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