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Was steckt hinter den Angeboten, Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung anzugreifen?

Von Wilhelm Lachmair | |   Versicherungen

Beitragsrückzahlungen von tausenden von Euro werden versprochen. Grundlage ist die unzureichende Begründung der Beitragserhöhungen. Was ist wirklich für sie drin?

Eines schon vorweg: Eine dauerhafte Beitragsreduzierung werden Sie leider nicht erreichen können, egal wie schlecht das Erhöhungsschreiben begründet ist. Es lohnt sich allerdings durchaus, sich diese Mitteilungen anzusehen. Der Bundesgerichtshof hat mittlerweile klare Kriterien festgestellt, die ein derartiges Schreiben enthalten muss:

  • Es muss eine Veränderung der Berechnungsgrundlagen vorliegen.
  • Dazu muss allerdings ein Schwellenwert für die Leistungsausgaben überschritten worden sein.
  • Dies muss ein Treuhänder festgestellt haben.

Grundlage hierfür Sind§ 203 Abs. 2, Abs. 5 VVG. Eine fehlerhafte Information über die Beitragserhöhung kann nachgeholt werden. Allerdings tritt die Erhöhung dann erst zu Beginn des zweiten Monats ein, der auf die Mitteilung der Neufestsetzung oder der Änderungen und der hierfür maßgeblichen Gründe an den Versicherungsnehmer folgt.

Man kann also nicht dauerhaft sein Beitragsniveau absenken, wohl aber für eine geraume Zeit noch mit den günstigeren Beiträgen weiterfahren.  Das kann durchaus zu relevanten Rückzahlungen führen. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechend mangelhafte Information. Das entscheidet letztlich das angerufene Gericht. Wenn Sie also eine entsprechende Beitragserhöhung bekommen, lohnt es sich durchaus, zu prüfen, ob sie sorgfältig begründet ist. Gerne unterstützen wir sie dabei. Die Ersparnis bleibt aber meistens begrenzt, zumal das Erhöhungsverlangen jederzeit in ordentlicher Form nachgeholt werden kann.

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