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Wirecard: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Konzern gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor

Von Dr. Nuriye Yildirim |

Die Münchener Staatsanwaltschaft verdächtigt den ehemalligen Konzernvorstand des gewerbsmäßigen Betrugs. Und dies seit 2015. Spätestens seit Juni 2020 wissen wir von sog. Luftbuchungen über 1,9 Milliarden Euro. Das hat der Konzern immerhin eingeräumt. Doch die deutsche Finanzaufsicht möchte hiervon nichts wissen. Diese behauptet, sie sei nur für die Wirecard Bank zuständig gewesen. Mithin nur für einen Teil des Konzerns. Das mag zwar formal richtig sein, liefert aber wohl kaum eine Rechtfertigung für die Bindheit für gravierende Unstimmigkeiten in den Konzernbüchern. Nicht zuletzt, oder besser gesagt inbesondere deshalb, da eben seit 2015 die "Financial Times" über diese Unstimmigkeiten berichtete. 

Wie passt das zusammen? Gar nicht, sagt die EU-Finanzaufsicht. Denn diese kritisiert das deutsche Finanzaufsichtssystem. Die Zuständigkeiten seien nicht transparent - einerseits. Die Nähe zur Politik seien bedenklich - andererseits. Der Einfluß der Parteien auf die BaFin müsse eingeschränkt werden, sogar ausgeschlossen werden. 

Wir beobachten die Entwicklungen weiterhin. Die BaFin als verantwortliche Stelle dürfte sich einer Haftung in dem Wirecard Skandal nicht ohne Weiteres freisprechen können. Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung per email oder telefonisch.

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