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Wirecard - Insolvenzmasse wird aufgefüllt

Von Dr. Nuriye Yildirim | |   Fonds & Investments

Der Insolvenzverwalter spricht aus, was viele gedacht haben: Tatsächlich hat das Management des Unternehmens in den letzten Monaten vor der Insolvenz sehr viel Geld beiseite geschafft. Im Focus steht der immer noch flüchtige Jan Marsalek. Es ist die Rede von einer halben Milliarde Euro. Geld, was u.a. Aktionären, Geschäftspartnern und Banken zusteht. Der Schuldenberg bei Wirecard beläuft sich auf ca. 3,2 Milliarden Euro Schulden. 

Herr Dr. Jaffé hat angekündigt, noch im November das Kerngeschäft zu verkaufen. Inzwischen wurde Wirecard North America veräußert. Für mehr als 300 Millionen Euro. Immerhin! Es bleibt zu hoffen, dass die Geschädigten mit einem blauen Auge davon kommen. Der Verkuf des Kerngeschäftes wird ordentliche Einzahlungen in die leeren Kassen bringen, was der Insolvenzmasse zugute kommen wird. Die Gläubiger dürfen auf eine Entschädigung hieraus hoffen. 

Umso wichtiger ist es, die Schadensersatzansprüche nicht verjähren zu lassen. Zwar dürfte die Verjährungsfrist in den meisten Fällen noch lange nicht eintreten, weshalb wir von einer Klage derzeit abraten. Dies, um nicht zulezt die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten. Gleichwohl sollten Sie, wenn Sie auch Geld verloren haben, unbedingt die Anmeldung zur Insolvenztabelle nicht versäumen. Die Frist hierzu läuft am 26.10.2020 ab.

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