Fonds u. Investments

INFINUS - Genussrechte

Seit September 2017 fordert der Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler von Anlegern und Genussrechtsinhabern Zinsen zurück, die die Anleger in der Vergangenheit erhalten hatten. Anleger haben aus Sicht der Rechtsanwälte Lachmair & Kollegen gute Chancen, sich gegen unberechtigte Rückforderungen zu wehren.

Geschlossene Fonds

Ein geschlossener Fonds ist eine Kapitalsammelstelle, die Anlegergelder in einer zuvor festgelegten Höhe durch eine feststehende Anzahl von Anteilen oder eine definierte Kapitalsumme einwirbt. Ist diese erreicht, schließt der Fonds. Eine Rückgabe von Anteilen an den Fonds oder eine Ausgabe neuer Anteile um einer höheren Nachfrage gerecht zu werden erfolgt nicht. Die Investitionen der Fonds erfolgen in einem zuvor festgelegten Rahmen, häufig nur in ein Investitionsobjekt. Geschlossene Fonds haben eine zuvor festgelegte (Mindest-)Laufzeit, häufig von mehreren Jahren, ein vorzeitiger Ausstieg für Anleger ist nicht vorgesehen. Die Anbieter greifen für ihre Angebote auf verschiedene Rechtsformen zurück. Phasenweise wurden viele Fonds als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) konzipiert. In den letzten Jahren überwiegen Angebote in der Rechtsform Kommanditgesellschaft (KG), an der sich Anleger direkt als Kommanditist oder mittelbar über einen Treuhänder beteiligen. Dadurch ist seine Haftung grundsätzlich auf die Einlage, also den Beteiligungsbetrag begrenzt, während er sonst direkt am Gewinn oder Verlust der KG beteiligt ist.

Es handelt sich hier um klassische Angebote des "grauen" (weil nicht regulierten) Kapitalmarkts, die alle möglichen Investitionsmöglichkeiten zum Gegenstand haben können. Diese unternehmerischen Beteiligungen haben vielfach ein Totalverlustrisiko für die Anlegergelder, was viele Investoren in den vergangen Jahren schmerzlich bemerkt haben. Seit 22.07.2013 gelten für diese Fonds neue gesetzlich Regelungen (u.a. AIFM-Richtlinie, KAGB), die den Wildwuchs und die Fehlentwicklungen der vorherigen Jahre möglichst verhindern sollen. Ob das gelingt beginnt sich langsam zu zeigen.

Getrieben von der Inflationsangst im Zuge der Finanzkrise vertrauten viele Anleger dem Versprechen von der "inflationsfesten Investition in Sachwerte". Allein im Jahr 2010 flossen mehr als 6 Milliarden EUR an Eigenkapital in geschlossene Fonds. Mittlerweile ist Ernüchterung eingekehrt: Das Handelsblatt bezeichnete geschlossene Beteiligungen sogar als "die schlechteste Geldanlage der Welt". Egal ob die Fondsgesellschaften die Anlegergelder in Immobilien, Schiffe, Rohstoffe, Biogas-, Wind- oder Solaranlagen oder was auch immer investierten - immer wieder scheiterten Fonds in den letzten Jahren. Neben der Inkompetenz der Geschäftsführung sorgen regelmäßig kriminelle Aktivitäten von Initiatoren und Hintermännern dafür, dass das Geld der Anleger am Ende in dunklen Kanälen versickern. Oft ist schon der Verkaufsprospekt, der dem Anleger die entscheidenden Informationen vor der Zeichnung liefern soll, unvollständig oder fehlerhaft. Wegen der für dieses Anlageprodukt sehr hohen Vertriebsprovisionen wurden diese von den Vertrieben und auch Banken oft besonders aggressiv und unter Verletzung von Beratungs- und Aufklärungspflichtverletzungen vertrieben. In diesen Fällen können betroffene Anleger regelmäßig Schadensersatz- und Rückabwicklungsansprüche gegen den Vertrieb, die Gründungsgesellschafter und Hintermänner der gescheiterten Fondsgesellschaft außergerichtlich und gerichtlich geltend machen, um wenigstens einen Teil ihres Beteiligungskapitals zurück zu erlangen.

Bei bekannter Fehlentwicklung ihrer Fondsbeteiligung oder Vermutungen, dass etwas nicht stimmt, sollten Sie sich durch spezialisierte Rechtsanwälte beraten lassen. Etwaige Schadensersatzansprüche können verjähren, spätestens taggenau zehn Jahre nach der Zeichnung. Damit Ihnen das nicht passiert kann es sinnvoll sein frühzeitig anwaltlichen Rat einzuholen.

 

Schiffsfonds & Containeranlagen

Schiffsfonds, Container, Bulker, Öltanker, Rückforderung von Ausschüttungen durch die Fondsgesellschaft, Sanierung, Rückforderung von Ausschüttungen durch den Insolvenzverwalter

Beteiligungen an Schiffsfonds wurden von freien Vermittlern und Banken in den zurück liegenden 2000er Jahren Anlegern bevorzugt angeboten, u.a. weil sich lukrative Provisionen verdienen ließen. Für die von den Anlegern vorgegebenen Anlageziele waren sie vielfach nicht geeignet. Spätestens ab dem Jahr 2008 begannen für diese Fonds die Schwierigkeiten. Sinkende Charterraten aufgrund sinkender Nachfrage hoben die auf hoher Darlehensaufnahme beruhenden Finanzierungskonzepte aus den Angeln. Mit hohen Ausschüttungen geworbene Anleger mussten zunächst auf diese verzichten, vorübergehend sollte das sein. Allerdings setzte bei den meisten Schiffsfonds keine nachhaltige Verbesserung der Situation mit der Erholung der Weltwirtschaft ein. Die Branche hatte durch zu viel neu bestellte und immer größere Schiffe die Charterraten nachhaltig gedrückt. In vielen Fällten wurden die Anleger über erhebliche Risiken der Fondskonstruktionen und Besonderheiten nicht aufgeklärt.

Es bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte gegenüber freien Vermittlern, Initiatoren und Banken für eine Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligungen. Allerdings ist in vielen Fällen Eile geboten Ansprüche prüfen zu lassen, da wegen der häufig schon länger zurückliegenden Zeichnung die Verjährung der Ansprüche droht.

Bemühungen die Fondsgesellschaften zu sanieren oder restrukturieren sahen neben der Rückforderung gezahlter Ausschüttungen häufig auch freiwillige Kapitalerhöhungen vor. Fondsgesellschaften können gezahlte Ausschüttungen allerdings nur in Ausnahmefällen zurück verlagen, wenn sich dazu eindeutige Regelungen in den Gesellschafts- und Treuhandverträgen finden. Das ist nur bei wenigen Fonds der Fall. Eine andere Frage ist, ob freiwillige Zahlungen (z.B. als Kapitalerhöhungen) sinnvoll sein können, um das Investment zu retten. Das ist im Einzelfall zu prüfen.

Zahlreiche Schiffsfondsgesellschaften mussten zwischenzeitlich Insolvenz anmelden. Dort sehen sich Anleger der Rückforderung erhaltener Ausschüttungen durch den Insolvenzverwalter ausgesetzt. Dieser agiert auf einer anderen rechtlichen Basis als die Fondsgsellschaft bei einer Rückforderung der Ausschüttungen. Ob die Rückforderungen berechtigt sind, sollte vor Zahlung geprüft werden.

Wir haben uns praktisch mit allen Schiffsfonds der bekannten Anbieter (Beluga, CFB, Dr. Peters, FHH, Ideenkapital, MPC, König & Cie usw.) beschäftigt und beraten Sie bei Bedarf gern. Gerade in den letzten Jahren mussten wir unsere Mandanten verstärkt im Bereich der Investments in Container beraten, gerade im Fall der Insolvenz der Magellan Maritim Services und der Krise bei P + R.

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache qualifizierten und unabhängig beraten zu lassen: Kostenlose Erstberatung: info@21legal.de, Telefon: 089 / 216 333 0

Immobilienfonds

Offene und geschlossene Immobilienfonds, Nachrangdarlehen, Genussrechtsbeteiligungen, stille Beteiligung

Beteiligungen an Immobilienfonds werden Anlegern seit Jahren immer wieder als offene und geschlossene Fonds angeboten. Gerne werden sie als sichere Sachwertanlagen oder auch als „Betongold“ dargestellt, die in Wohnhäuser, Bürogebäude, Einkaufszentren oder andere Gewerbeimmobilien investieren. Vielfach zielen die Angebote auf Anleger ab, die nur kleinere Beträge investieren wollen oder können.

Die offenen Immobilienfonds sind bestrebt möglichst viele Gelder einzusammeln und diese in mehrere unterschiedliche Immobilienobjekte zu investieren. Anleger sollen sich möglichst jederzeit beteiligen und auch kurzfristig ihre Investition jederzeit beenden können. Seit über 10 Jahren gibt es gesetzliche Rahmenbedingungen, die für eine gewisse Absicherung der investierten Gelder und der Position der Anleger sorgen sollen. Die Aussetzung der Anteilsrücknahme hat in den vergangenen Jahren vielfach Probleme dieser Fondskonstruktionen aufgezeigt.

Bei geschlossenen Immobilienfonds werden Anlegergelder bis zu einer zuvor festgelegten Anlagesumme eingeworben. Der Fonds schließt, wenn diese Anlagesumme erreicht ist. Die Investition erfolgt häufig in eine Immobilie gelegentlich auch in mehrere, allerdings in einem zuvor festgelegten finanziellen Rahmen. Die geschlossenen Fonds haben eine festgelegte (Mindest-)Laufzeit, häufig von mehreren Jahren, während der ein Ausscheiden einzelner Gesellschafter in der Regel nicht vorgesehen ist.

Die gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung der jeweiligen Fondsgesellschaften und die Form der Investitionen variiert. Abhängig von der Gestaltung können Anleger teilweise erheblichen persönlichen Haftungsrisiken ausgesetzt sein, beispielsweise wenn sich die Anleger an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) beteiligen, die für die Immobilieninvestitionen neben dem Anlegerkapital Darlehen bei Banken aufnehmen. Anleger, die sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre an derartigen Fonds u.a. in Berlin beteiligt haben, erlebten oftmals böse Überraschungen. In den letzten Jahren wurden geschlossene Immobilienfonds vorwiegend als Kommanditgesellschaften gestaltet. Anleger konnten sich direkt als Kommanditist oder mittelbar über einen Treuhandkommanditisten als Treugeber beteiligen. Das Haftungsrisiko der Anleger begrenzt sich bei dieser Rechtsform auf die Höhe der übernommenen Kommanditbeteiligung. Seit Juli 2013 hat der Gesetzgeber die Gestaltungsmöglichkeiten weiter reguliert, worauf an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird. Die Vorgängermodelle zeigen sich derzeit überwiegend als problematisch.

Häufig werden die Anlegergelder ohne effektive Kontrollmöglichkeiten für die Anleger investiert, überhöhte Kaufpreise für die Immobilien gezahlt, Vermietungsrisiken verharmlost und hohe Kredite zur Finanzierung eingesetzt, so dass erhebliche Risiken für einen Verlust der Anlegergelder bestehen. Hohe Vertriebsprovisionen und in manchen Konstellationen die Möglichkeit zusätzlich Finanzierungen und Versicherungen mit verkaufen zu können, haben Vertriebsanreize gesetzt, die häufig fehlerhafte Beratungen bedingt haben. Die für den Verkauf verwendeten Prospekt- und Informationsunterlagen sind vielfach auch fehlerhaft und unzureichend.

Haben Sie Geld in Immobilienfonds investiert, die sich nicht wie versprochen entwickeln und den Eindruck, dass etwas nicht stimmen könnte, können wir gerne Rückabwicklungs- und Ausstiegsmöglichkeiten prüfen.

Varianten zur Beteiligung als Gesellschafter

Anbieter von Immobilienbeteiligungen sind nicht immer daran interessiert, mit Anlegern als Gesellschafter geschlossener Immobilienfonds verbunden zu sein. Als Variante zu Immobilienfondsbeteiligungen haben sie sich deshalb über die Aufnahme von Nachrangdarlehen, den Abschluss (atypisch) stiller Beteiligungen oder auch Genussrechten Anlegergelder beschafft, um diese investieren zu können. Auch bei diesen Geldanlagen beraten wir Sie gerne und prüfen Ausstiegs- und Rückabwicklungsmöglichkeiten.