Wirecard

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Was haben Markus Braun & Co zu verbergen?

Dunkle Wolken türmen sich über dem Einsteinring 35 in Aschheim, der Zentrale des Finanzdienstleisters Wirecard. Die Wirtschaftsprüfer von EY hatten das Unternehmen darüber informiert, dass über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro ausreichend Prüfungsnachweise vorliegen. Es gebe weiterhin Hinweise, dass dem Abschlussprüfer von einem Treuhänder aus dem Bereich von Banken, die Treuhandkonten führen, "unrichtige Saldenbestätigungen zu Täuschungszwecken vorgelegt wurden". Die Börse reagierte wie erwartet: Der Kurs brach um mehr als 95% ein. Und dies sind die einzelnen Paukenschläge:

  • 23.06.2020: Der ehemalige Konzernchef und das Gesicht von Wirecard wurde von der Staatsanwaltschaft München I verhaftet. Es liegt der dringende Verdacht vor, dass durch eine Bilanzmanipulation verschiedene Straftatbestände erfüllt sein könnten.
  • 23.06.2020: Nach einigen Stunden kommt Markus Braun gegen eine Kaution von 5 Millionen Euro frei.
  • 24.06.2020: Der Kurs der Wirecard-Aktie erreicht einen neuen Tiefpunkt: 15,33 Euro. Im Februar 2020 stand die Aktie noch bei rund 140 Euro.
  • 24.06.2020: Die FAZ meldet, dass Markus Braun 5,5 Millionen seiner rund 8,7 Millionen Wirecard Aktien verkauft hat.
  • 24.06.2020: Der Spiegel meldet, dass der gefeuerte Wirecard-Vorstand Jan Marsalek sich vermutlich in den Phillipinen aufhält, wo es kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland gibt.
  • 25.06.2020: Die Wirecard AG stellt beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung
  • 29.06.2020: Ex-COO Jan Marsalek, der sich inzwischen in China aufhalten soll, stellt sich nun doch nicht der Staatsanwaltschft.
  • 30.06.2020: Der Insolvenzverwalter von Wirecard, Michael Jaffé, der u.a. vor Jahren das Medienimperium von Leo Kirch nach dessen Zusammenbruch abgewickelt hat, teilt mit, er rechne mit einem Verkauf des Zahlungsabwicklers in Einzelteilen.
  • 01.07.2020: Der neue Vorstand James Freis, der eigentlich erst seit heute im Amt sein sollte, aber bereits vor einigen vorzeitig angetreten war, ist nach einer Meldung des Manager Magazins der Auffassung, dass Wirecard offenbar in den vergangenen fünf Jahren seine Gewinner gefälscht hat.
  • 01.07.2020: Bafin gerät zunehmend unter politischen Druck.
  • 02.07.2020: Wie der Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR berichtet, seien über fragwürdige Kredite an Unternehmen in Asien und Briefkastenfirmen auf Mauritius Hunderte Millionen Euro bei Wirecard verloren gegangen.
  • 03.07.2020: Laut Süddeutscher Zeitung geht ein Bekannter des mit internationalem Haftbefehl gesuchten Jan Marsalek davon aus, dass er in den zehn Jahren als Vorstand eine dreistellige Millionensumme für sich abgezweigt hat und beste Beziehungen zu Geheimdienstlern pflegt. Marsalek sei einer der "abgezocktesten Typen, die er je erlebt habe". Da verwundert es kaum, dass er als 30-Jähriger ohne Abitur und ohne Hochschulabschluss zum Vorstand bei Wirecard aufstieg...
  • 05.07.2020: Die Financial Times, die schon seit Jahren über die Machenschaften bei Wirecard berichtet, meldet, dass unter Verweis auf Zahlen der KPMG, dass die unter direkter Kontrolle der Wirecard AG stehenden Firmen in Europa und Amerika bereits seit Jahren Verluste eingefahren haben.
  • 09.07.2020: Jetzt bekommt Wirecard zusätzlichen Druck aus den USA. Das US-Justizministerium nimmt Ermittlungen auf. Laut focus geht es um Marihuana und 100 Millionen US-Dollar.
  • 06.08.2020: Der ehemalige Asienchef, Christopher B. soll in Manila verstorben sein. Dieser stand wohl in engem Kontakt zu dem immer noch flüchtigen Ex-Vorstand Jan Marsalek. 
  • 07.08.2020: Kurz vor Bilanzskandal und Insolvenz soll Wirecard nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung weitere 800 Millionen Euro von seinem Bankenkonsortium geliehen haben. Es besteht der Verdacht, dass viele dieser Millionen gezielt beiseite geschafft wurden, indem von Wirecard dann Kredite an nahestehende Firmen in Asien vergeben wurden.
  • 10.08.2020: Die Bafin gerät immer stärker in die Kritik, da sie falsche Informationen weitergegeben hat und leichtfertig ihre Prüfpflichten ausgeübt hat. 
  • 23.08.2020: Die Nachrichten werden immer abenteuerlicher: Mehrere Medien melden unter Berufung auf die Aussagen eines Zeugen, dass der flüchtige Ex-Vorstand Jan Marsalek sogar Schauspieler engagiert, falsche Ausweise erstellt und Bankfilialen nachgebaut haben soll, um die Prüfer von EY hinsichtlich der Existenz von 1,9 Mrd. Euro zu täuschen.
  • 28.08.2020: Nach Informationen des Handelsblatts hatten nur wenige der zahlreichen Wirecard-Firmen weltweit überhaupt eigene Einnahmen. Laut einem Gutachten des Insolvenzverwalters wurden rund 3,2 Milliarden Euro Schulden angehäuft bei nur 26 Millionen Euro Guthaben.

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>>> Die Chronik des Skandals

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