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Und täglich grüßt das Murmeltier – Neues von der Future Business Insolvenz

Österreichischer Prozessfinanzierer möchte Schadensersatzansprüche gegen die Wiener Uniqa-Versicherung durchsetzen

Die Infinus AG/Future Business Gruppe war Ein krimineller Emittent von Orderschuldverschreibungen und später Nachrangdarlehen, der im Jahre 2013 in Insolvenz gefallen ist, nachdem ein spektakuläres Provisionskartell mit Lebensversicherungen, die auf den Namen der eigenen Mitarbeiter und deren Angehöriger abgeschlossen waren, geplatzt bzw. aufgeflogen ist. Etwa 40.000 Anleger erlitten damals einen Schaden in Höhe von insgesamt etwa 800.000.000 EUR.Die aus den LV-Verträgen resultierenden Vertriebsprovisionen haben über einen längeren Zeitraum das gesamte Unternehmen finanziert, das sich allerdings nicht in der Lage sah, die Prämien für die Versicherungen aus seinen Erlösen zu decken.

Die Hauptverantwortlichen wurden im Jahr 2018 durch das Landgericht Dresden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Nun, kurz vor Toresschluss, kam eine Münchener Anwaltskanzlei mit einem Prozessfinanzierer, der AdvoFin Prozessfinanzierung AG auf die Idee, die Wiener Versicherungsgesellschaft Uniqa, über die wohl die meisten dieser Verträge abgewickelt wurden, in die Haftung zu nehmen. Dahinter steht, dass auch der Insolvenzverwalter Kübler bereits an das Unternehmen herangetreten ist und im Rahmen der Anfechtung der Lebensversicherungsverträge Schadenersatz gefordert hat. Die Gesellschaft habe daraufhin einen Vergleichsbetrag für etwaige Schadensersatzansprüche i.H.v. 50.000.000 EUR an die Insolvenzmasse gezahlt.

So besehen könnte schon ein Schuh daraus werden, da der Verdacht eines sittenwidrigen Zusammenwirkens zwischen der Versicherungsgesellschaft und den Verantwortlichen der Future Business Gruppe nicht fernliegt. Die AdvoFin beabsichtigt eine Sammelklage, wobei mir noch nicht klar ist, wie diese konstruiert werden soll. Hier gibt es eine Reihe von Problemen, die aber wohl nicht Ihre sind. Im Zuge des Dieselskandals beispielsweise sind eine ganze Reihe derartiger Sammelklagen gegen die Volkswagen AG als unzulässig zurückgewiesen worden, da die zugrunde liegenden Verträge mit den einzelnen Fahrzeugbesitzern sittenwidrig seien.

Letztlich könnte dies den Anlegern, die sich daran beteiligen wollen, zunächst einmal gleichgültig sein, da die Prozesskosten von AdvoFin übernommen werden. Diese behält sich vor, vom Erlös eines derartigen Verfahrens 40 %, bei Vorliegen einer Rechtsschutz Deckungszusage 25 %, einzubehalten. Das ist viel, der Prozess ist aber auch nicht risikolos. Grundsätzlich könnte man sich also durchaus beteiligen.

Nur Schuldverschreibungen ab 2011 werden akzeptiert

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass nur Schuldverschreibungen berücksichtigt werden, die nach dem 01.01.2011 gezeichnet wurden, ältere Fallen durch das Raster der zehnjährigen absoluten Verjährung. Welche Unterlagen benötigt würden, können wir ohne weiteres im direkten Gespräch klären.

Das Angebot wird aktuell von einer Nürnberger Kanzlei, die im Insolvenzverfahren als gemeinsamer Vertreter auftritt, propagiert. Diese könne man beauftragen, um als „Zwischenagent" beraten zu werden. Es erschließt sich nicht, warum man für die Beauftragung einer Anwaltskanzlei mit einem derartigen Verfahren unter Hinzuziehung des Prozesskostenfinanzierers noch einen gesonderten Anwalt benötigen würde.

Unsere Kanzlei hat sich seinerzeit auch mit dem Infinus-Skandal befasst. Noch heute vertreten wir zahlreiche Geschädigte.Wenn Sie Fragen haben, Stehen wir selbst verständlich gerne zur Verfügung.

Fonds & Investments

Fonds & InvestmentsNicht erst seit der Nullzinspolitik der EZB haben Fonds & Investments (Kapitalanlagen) stark an Bedeutung zugenommen. Während der Markt für börslich notierte Werte gesetzlich streng geregelt ist, versuchen Anbieter auf dem wenig regulierten grauen Kapitalmarkt mit ständig neuen Investmentprodukten Anlegergelder einzuwerben. Nach vielen Medien- und Schiffsfonds wurden in den letzten Jahren vermehrt geschlossene Fonds als angebliche Sachwertinvestitionen an die von der Euro-Krise gebeutelten Anleger gebracht. Daneben gewannen Unternehmensanleihen und riskante Immobilieninvestments zuletzt stark an Bedeutung. Hohen Renditeversprechen stehen dabei meist noch größere Risiken für die Anleger gegenüber. Nicht selten sehen sich Anleger mit einem drohenden Totalverlust konfrontiert. Die Vertretung von Anlegern gescheiterter Investments ist seit vielen Jahren eine Kernkompetenz der Kanzlei. Unter Beachtung aller wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte gilt es möglichst viel Kapital für den Mandanten zu retten. Gerade wenn dieser als Anleger von Initiatoren und Vertrieb fehlerhaft beraten und informiert wurde, kann dieser Schadensersatz bis hin zur vollständigen Rückabwicklung der Kapitalanlage verlangen. Dies gilt erst recht, wenn sich die Kapitalanlage als betrügerisch erweist.

Als spezialisierte Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten wir in allen Rechtsfragen betreffend Nachrangdarlehen, geschlossene Fonds, Rohstoffinvestments und anderen Investmentformen. Für unsere Mandanten übernehmen wir die Geltendmachung von Rückabwicklungsansprüchen. Parallel bündeln wir die Interessen der geschädigten Anleger und setzen uns etwa im Rahmen von Gesellschafterversammlungen für unsere Mandanten ein. Leider kommt es in diesem Bereich auch zu Insolvenzen beteiligter Gesellschaften. Hier vertreten wir die Interessen unserer Mandanten auch während der Insolvenzverfahren.


Unsere aktuellen Schwerpunkte bei Fonds und Investments

 

Oft keine "inflationsfesten Investition in Sachwerte"

Diese klassischen Angebote des "grauen" (weil nicht regulierten) haben vielfach ein Totalverlustrisiko für die Anlegergelder, was viele Investoren in den vergangen Jahren schmerzlich bemerkt haben.

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Offene und geschlossene Immobilienfonds

Häufig werden Anlegergelder ohne effektive Kontrollmöglichkeiten für die Anleger investiert, überhöhte Kaufpreise für die Immobilien gezahlt, Vermietungsrisiken verharmlost und hohe Kredite zur Finanzierung eingesetzt, so dass erhebliche Risiken für einen Verlust der Anlegergelder bestehen.

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Ansatzpunkte für eine Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligungen

Schiffsfonds, Container, Bulker, Öltanker, Rückforderung von Ausschüttungen durch die Fondsgesellschaft, Sanierung, Rückforderung von Ausschüttungen durch den Insolvenzverwalter...

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Wirecard

Wer bislang glaubte, ein Wirtschafts-Krimi könne keine Spannung bieten, wird nun schon seit Monaten eines Besseren belehrt: Das Verschwinden von Milliarden Euro, ein dubioser, seit Monaten vermutlich in Russland abgetauchter Ex-Vorstand mit besten Beziehungen zu Geheimdiensten, ein toter Geschäftspartner und Ex-Mitarbeiter – und Woche für Woche gibt es neue, spannende Details. Eine Story, wie Sie sich die allerbesten Krimiautoren nicht hätten spannender ausdenken können. In diesem Fall ist das allerdings keine phantasievolle Fiktion, sondern pure Realität, die vielen Anlegern viel Geld gekostet hat: Der Wiredcard-Aktienkurs brach um mehr als 95% ein. Für die Anleger, die den Fantasie-Ergebnissen der Jahresabschlüsse geglaubt hatten, ein Desaster.

21legal recherchiert den Fall von Anfang an und vertritt bereits mehrere Hundert Mandanten. Mit einem Klick hier geht es zu unseren speziellen Wirecard-Seiten. Dort können Sie zur schnellen und kostenlosen Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche Kontakt mit uns aufnehen.
 


Ihr Kontakt zu 21legal:

Für 21legal arbeitet ein Team an rund 20 engagierten Mitarbeitern. Selbstverständlich werden Sie von den geschäftsführenden Anwälten Wilhelm Lachmair und Dr. Nuriye Yildirim persönlich betreut. Ihr Kontakt zu uns - mit einem Klick hier!
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Unsere Aktuellen Statements in chronologischer Reihenfolge

Wirecard Insolvenz: Frist zur Anmeldung läuft ab!

Von Dr. Nuriye Yildirim | |   Fonds & Investments

Der Insolvenzverwalter in Sache wirecard hat die Geschädigten aufgefordert, ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden. Die Frist zur…

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Das eklatante Versagen der deutschen Aufsichtsorgane - Was den Dieselskandal und Wirecard miteinander verbindet

Von Wilhelm Lachmair | |   Fonds & Investments

Vor mittlerweile ziemlich genau fünf Jahren platzte die Dieselbombe. Der größte deutsche Autokonzern musste einräumen, weltweit 11.000.000 Fahrzeuge…

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P & R Container - Wenn der Vermittler die Freundschaft kündigt

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